Marisa lebt nicht im Untergrund, sie lebt in einer Kleinstadt irgendwo in Ostdeutschland. Sie jobbt im Supermarkt der Mutter. Und sie vergöttert ihren Großvater, der im Krankenhaus im Sterben liegt. Der Alt-Nazi hat sie geprägt, ihr seine Weltanschauung und kruden Werte eingeimpft. Auf Marisas Brust prangt ein Hakenkreuz-Tattoo, darüber trägt sie ein Shirt mit dem Aufdruck "Nazibraut". Mit ihrer Clique aus prügelnden und saufenden Neonazis mischt sie Ausländer auf - im Zug, am Ufer des Badesees. Die Situation eskaliert, sie fährt zwei junge Asylbewerber über den Haufen. Aus den Boxen ihres Autos dröhnt martialischer Rechtsrock. Ihre Überzeugung beginnt zu bröckeln, als einer der Asylbewerber, Rasul, in ihr Leben tritt. Marisa sucht den Ausweg aus der rechten Szene, ihrer Heimat, ihrer Ersatzfamilie.